Grabung im Schwarzen Loch, Seligengrundhöhle

Die Grabungsarbeiten im „Schwarzen Loch“ kommen gut voran. Zwar ist die Fortsetzung schon einsehbar, bevor das Neuland befahren werden kann müssen aber erst systematische Sicherungsarbeiten durchgeführt werden. Sicherheit ist für die Mitglieder der Arge Blaukarst die allererste Priorität!
Im Bild sieht man Erich Ruopp oberhalb der Grabungsstelle. Der tiefer führende Schacht ist mit einer neuartigen Leitplankenverbautechnik gesichert worden, bei der 22 mm Schwerlastanker zum Einsatz kommen. Eine Verbauung in derartigen Tiefen ist eine grosse technische Herausforderung, da die schweren Metallteile und Werkzeuge bei jeder Tour in mehrstündigen Aktionen am Seil hinuntergeschafft werden müssen.

Leitplankenverbau in der Tiefe; Foto: Jürgen Bohnert

Leitplankenverbau in der Tiefe; Foto: Jürgen Bohnert

Weiterer Durchbruch Seligengrundhöhle

Erneut Durchbruch in der Seligengrundhöhle: im Juli 2009 gelang es uns, nach mehrwöchiger Grabung im „Bunker“ – einem bis 68 m Tiefe reichenden Leitplankenschacht – in den geräumigen Schacht des „Schwarzen Loches“ abzuseilen.
Die aktuelle Vermessung ergab am Grund eine Tiefe von 88 m unter dem Höhleneingang und eine Gesamtlänge von 286 m. Der Gesamthöhenunterschied beträgt derzeit 94 m. Um in die bereits einsehbare und bewetterte Fortsetzung vorstossen zu können sind weitere Sicherungsarbeiten notwendig. Vergleiche auch den Bericht in der Südwestpresse vom 30.07.09.

Jochen Malmann im "Schwarzen Loch". Foto: Andreas Kücha.

Jochen Malmann im "Schwarzen Loch". Foto: Andreas Kücha.

 

Vortrag in Seißen

Am 09.05.2009 hielten Mitglieder der Arge Blaukarst vor gut 300 Besuchern in der Mehrzweckhalle in Seißen einen Vortrag mit dem Titel „Höhlenwind im Seligen Grund“. Wir bedanken uns für das grosse Interesse der Bevölkerung!

Inhaltlich ging es um den aktuellen Stand der Forschung in der Seligengrundhöhle bei Seißen sowie der Hessenhauhöhle bei Berghülen. Stand Mai 2009 ist die Seligengrundhöhle auf eine Länge von 231 Metern und eine Tiefe von 65 Metern vermessen, der Gesamthöhenunterschied beträgt derzeit 70 Meter.

Der Luftzug deutet auf weitere Fortsetzungen hin.
Auch aus der Hessenhauhöhle gab es Neuigkeiten zu berichten. Bei einer Tropfsteindatierung mit der U/Th Methode konnte Prof. Augusto Mangini von der Universität Heidelberg ein Minimalalter von 400 000 Jahren (Grenze der Messmethode) feststellen. Vergleiche auch den Bericht der Südwestpresse Ulm vom 16.05.09.


Mitgliederversammlung Arge Blaukarst

Am 07.03.2009 fand die Mitgliederversammlung der Arge Blaukarst in sehr angenehmer Atmosphäre im „Ochsen“ in Berghülen statt. Gut 40 Teilnehmer hatten den Weg nach Berghülen gefunden. Auf der Tagesordnung standen neben der Besprechung der jüngsten Entdeckungen der Gruppe in der Seligengrundhöhle bei Seißen auch einige administrative Änderungen. So wird künftig für einen Jahresbeitrag von 40 EUR eine Fördermitgliedschaft in der Arge Blaukarst möglich sein.

Versammlung im Ochsen in Berghülen; Foto: Jürgen Bohnert, Arge Blaukarst

Versammlung im Ochsen in Berghülen; Foto: Jürgen Bohnert, Arge Blaukarst

Erste Erfolge in der Seligengrundhöhle

Am 07.02.2009 konnte in der Seligengrundhöhle der Einstieg in den vorbeschriebenen Schacht erweitert werden. Über diesen Schacht gelang dann der Abstieg in eine ca. 20 m lange Halle, die sogenannte „Krypta“. Auffallend sind die sehr stark vom Wasser zerfressenen Wände. Am darauffolgenden Tag konnte schliesslich der Weiterweg in ein verzweigtes Labyrinth aus Schächten, Schloten und Horizontalfortsetzungen gefunden werden. Dieser Abschschnitt ist ca. 100 m lang, 74 m davon wurden bereits vermessen. Die Höhle verfügt über schönen Tropfsteinschmuck. Am Grunde eines 10 m tiefen Schachtes konnte aufgrund des starken Luftzugs bereits die potentielle Fortsetzung lokalisiert werden.

Vergleiche auch den Bericht in „Südwest Aktiv“.

Stand Grabung Seligengrundhöhle

Am 31.01.2009 konnten Mitglieder der Arge Blaukarst in der Seligengrundhöhle durch eine Engstelle in eine ca. 4 m lange Kammer vordringen. Hier verschwindet der Luftzug in einem bislang noch unerforschten Schacht. Der Schachteinstieg ist momentan noch zu eng und muss erst erweitert werden. Darunter setzt der Schacht sich jedoch deutlich grösser fort.
Ein Bericht über die aktuelle Situation in der Seligengrundhöhle findet sich auch im „Blaumännle“.

Beginn Grabung Seligengrundhöhle

Am 9.11.08 haben wir nach freundlicher Genehmigung durch Stadtverwaltung Blaubeuren / Ortschaftsrat Seißen, das Landratsamt Alb-Donau-Kreis und das Landesamt für Denkmalpflege im „Seligengrund“ nordwestlich von Blaubeuren mit der Grabung in einer bewetterten Felsspalte begonnen. Das Objekt war im Sommer 2008 bei einer Geländebegehung durch Mitglieder der Arge Blaukarst entdeckt worden. Aufgrund der deutlichen thermischen Bewetterung (meteotiefer Eingang) hoffen wir, im Verlauf der Grabung eine Verbindung zum Blauhöhlen-System herstellen zu können.

Kurzmitteilung

Am 23.05.08 hielten Jürgen Bohnert und Norbert Neuser bei der Jahrestagung des VdHK einen Vortrag über die Hessenhauhöhle.

Vortrag in Berghülen

Am Freitag, den 30.03.2007 hielt die Arge Blaukarst in der Auhalle in Berghülen vor ca. 300 interessierten Zuschauern einen Vortrag über die Grabung in der Hessenhaudoline und die Forschung in der neu entdeckten Hessenhauhöhle.
Es gibt einen kurzen Vortragsbericht basierend auf einem Artikel der Südwestpresse, der den Vortragsinhalt im wesentlichen korrekt zusammenfasst. Allerdings muss hier eine Aussage noch korrigiert werden: Aufgefallen ist die Hessenhaudoline den Höhlenforschern nicht durch Schneeabschmelzungen – die gab es an anderer Stelle im Blautopfeinzugsgebiet – sondern durch starke auswärtsgerichtete Bewetterung im Mai 2005 am Ende eines recht heissen Tages. Im Winter ist die Bewetterung an der Hessenhaudoline überwiegend einwärtsgerichtet – vergleiche die entsprechenden Aussagen im Kapitel über die Bewetterung – wodurch es nicht zu Schneeabschmelzungen kommen kann.